Schürfraupen wie die Frutiger SR T-10 sind wenig bekannte Baumaschinen. Ihr Einsatz ist sehr spezifisch, ihre Aufgaben: Boden abtragen, transportieren und schütten.
MehrIm Gegensatz zu einem Raupenlader haben sie keine Schaufel zum Graben, sondern einen Kübel unter der Maschine zwischen den beiden Raupen.
Wenn sich die Maschine vorwärtsbewegt, werden die Raupen angehoben und der Kübel füllt sich mit Erdmaterial. Sobald dieser voll ist, verschliesst die Schürze den Kübel und die Maschine hebt sich an. Im Schüttbereich entleert der Ausstosser den 10 m3 fassenden Kübel; dosiert während der Fahrt oder alles auf einen Haufen. Im Rückwärtsgang geht es dann mit bis zu 12 km/h zurück zur Abtragstelle.
Stimmen die Rahmenbedingungen ist die Schürfraupe immer noch die effizienteste Maschine um Material von A nach B (bis 500 m) zu transportieren. 1 Maschine und 1 Fahrer ersetzen Bagger, Kipper, Bulldozer und Walze.
Speziell ist, dass der Fahrer quer zur Fahrtrichtung sitz. Dies erleichtert ihm das Rückwärtsfahren.
Der Scraper ist der grosse Bruder der Schürfraupe. Sie fahren auf Reifen, laden 3.5 mal mehr, haben über 1000 PS und laufen bis 55 km/h.
Erfinder ist die deutsche Firma Menck, Frutiger aus Winterthur vertrieb die in Japan gebauten Schürfraupen und betreibt heute europaweit eine grosse Mietflotte. Manfred Bührer aus der Schweiz ist weltweit die einzige Firma, die auf Bestellung noch Schürfraupen baut.
Bis 300 m3 pro Stunde
Das sind 15 volle Sattelschlepper